Üblicherweise sind Ultimaten die letzte Zuflucht verzweifelter Eltern oder Ehepartner, wenn sie sich nicht verstanden, nicht unterstützt oder nicht respektiert fühlen – oder wenn sie ihren Willen nicht durchsetzen konnten. Sie unterscheiden sich nur minimal von echten Drohungen […]

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Freilich, es erfüllt eine/n mit Nationalstolz, wenn ein österreichischer Schauspieler in Oscar-Nähe rückt, und aktuell: Peter Simonischek ist ein wunderbarer Mime.

Dennoch halte ich meine Kritik an der „Tragikkomödie“ „Toni Erdmann“ – wie auch in meinem Buch „Heilkraft Humor“ — aufrecht. Schon der Wortteil „Tragik“ lässt ahnen, dass es gar nicht lustig zugeht. Und der Wortteil „Komödie“ weist darauf hin, dass irgendwelche Leute veräppelt werden – im Gegensatz zu einem Lustspiel, wo es „lustig“ zugeht, wenn „gespielt“ wird.

Andere Personen mit selbstdefiniertem Humor zu bedrängen, wie es die Titelfigur Herr Erdmann im Film nicht lassen kann, ist nicht humorvoll sondern ziemlich gewalttätig […]

Es gibt sie nicht nur in der hohen Politik – aber Politik ist es immer, wenn jemand angepatzt werden soll.

Von Carl von Clausewitz (1780–1831) stammt der Satz, Krieg sei Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln – man kann den Satz aber auch umdrehen: Politik kann zu Krieg mit anderen Mittel ausufern, dann nämlich, wenn man jemand anderen schwächen oder vernichten will. Manche Menschen sind sehr erfinderisch, wenn es gilt, jemand anderem fundamental zu schaden

Möglicherweise wird es das Unwort des Jahres 2017: „Kompromat“ – die Kurzfassung für „kompromittierendes Material“. Aufgetaucht ist es im Zusammenhang mit der Nachricht, der sowjetische Geheimdienst besäße Filmaufnahmen von Donald Trump „in action“ bei einer Sexorgie. Als ob ihm so was schaden würde … da hat es doch schon viel Peinlicheres gegeben! Denn selbst im […]

In dem italienischen Kultfilm „La Strada“ von Federico Fellini aus dem Jahr 1954 spielt seine Ehefrau Giulietta Masina die kindlich-naive Gelsomina, die als Ersatz für seine verstorbene Frau dem Publikum als quasi Adjutantin den Kettensprenger Zampano, gespielt von Anthony Quinn, anzukündigen hat: „Jetzt kommt der große Zampano!“ Mehr darf sie nicht – und schlecht behandelt wird sie überdies.

Auch wenn dieses erschütternde Melodram wie viel Filme des italienischen Verismo heute kaum mehr gespielt wird, hat sich der Name Zampano trotzdem verselbständigt […]

Dass es im Sportbereich nicht gerade zimperlich zugeht, kann als wohlbekannt vorausgesetzt werden. Ob Disziplin und Härte jedoch die einzigen, vor allem aber auch die richtigen pädagogischen Herangehensweisen darstellen, um zögerliche Kinder oder Jugendliche zu motivieren, Bedenken, Scheu oder Angst zu überwinden, kann aus salutogener – d. h. der Gesundheitsförderung verpflichteter – Sicht heftig kritisiert werden […]

Nun schlägt der „Integrationsexperte und Regierungsberater“ Heinz Faßmann (studierter Geograph und Wirtschaftshistoriker und derzeit Vizerektor der Universität Wien) ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst vor […]

Von Paracelsus stammt der Hinweis, dass die Dosis das Gift ausmacht.
Auch zuviel politische Korrektheitsforderungen können vergiften.

Das neue Jahr beginnt mit der Erregung darüber, dass bei der Kölner Polizei die Verkürzung „Nafri“ für Nordafrikaner gebräuchlich sei […]

Gewalt besteht nicht nur im physischen, psychischen, sexuellen, verbalen, finanziellen oder strukturellen feindlichem Agieren, sondern schädigt ebenso wie Ignorieren oder Unterlassen […]

Viele Menschen sehen es als zulässige Form von Strafe an, „ungehorsame“ oder „nervende“ Kinder auszusperren. Sie verstehen nicht, dass das Folter sein soll.

Wir leben in einer dualen Welt – in einer Welt, die wir in Abgrenzungen und Gegensätzen wahrnehmen. Der Sündenfall – Sünde von sondern, absondern – besteht im Herausfallen aus der paradiesischen Einheit. Die kann man Gott nennen oder auch Mutterleib oder auch Mutter Erde, aus der in der poetischen Sprache des Ersten Testaments JHWH den Menschen formt und in die unser aller Körper in unterschiedlicher Form zurück sinken, egal ob in einer Erd-, Feuer- oder Wasserbestattung […]

Als ich 2003 medial heftig gegen das angeblich so lustige „Pastern“ als Aufnahmeritual im GAK protestierte, wurde ich einige Zeit mit Drohanrufen (Facebook und Twitter waren noch nicht „in“) belästigt. Man wollte mich einschüchtern, der Lächerlichkeit preisgeben oder auch mundtot machen. Verständlich: Wer erträgt schon die plötzliche Einsicht, missbraucht worden zu sein in einer Umwelt, die dazu neigt, persönliche Betroffenheit als Einzelreaktion herunter zu spielen? […]

Ich versuche das Wort Streit so gut es geht zu vermeiden. Es schafft nämlich allein durch das Aussprechen oder Lesen bereits eine Atmosphäre von Intoleranz und erhöht damit die Gewaltbereitschaft […]

In letzter Zeit wurde oft die Frage gestellt, ob die Medien mit schuld seien an Hasspostings oder auch der Verrohung der Sprache. Teils ja, teils nein, lautet meine Antwort.

Sprache orientiert sich grundsätzlich am gesprochenen Wort und daher an den Bezugspersonen, die wir als Kleinkinder imitieren, und da schon fällt es vielen schwer, grammatikalisch halbwegs korrekte Sätze zu bilden, wenn daheim nur im Befehlston „gebellt“ wird. Zur Erinnerung: Immer wieder werden Zeitangaben veröffentlicht, wie erschreckend wenig beziehungsorientiert Paare miteinander reden – so zwischen 5 und 10 Minuten täglich, Tendenz abnehmend. Statt dessen wird nunmehr gesimst … Doch was man nicht übt, verkümmert – davor warnt ja auch der Volksmund mit „Wer rastet der rostet“ oder auf Englisch „use ist or loose it“ […]

Der 10. Dezember ist der Tag der Menschenrechte. Zu diesen gehört das Recht auf die Unversehrtheit der Person, das in manchen Verfassungen ausdrücklich formuliert ist, in anderen sich aus dem Verbot von Folter, grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe ergibt (Art. 5 der Allgemeinen Erklärung der der Menschenrechte der UNO).

Leider werden in manchen Kulturen weibliche Menschen aber nicht als Menschen, sondern als Sachen angesehen, die man(n) im Eigentum oder Besitz hat […]